Zum Inhalt springen

Begleitprogramm (Perleberg)

Ausstellungseröffnung

Sonntag, 5. August 2018 ab 15 Uhr. Weitere Informationen hier.

KARIN BALZER: SPITZENATHLETIN - SPORTVERRÄTERIN - OLYMPIASIEGERIN

29. August 2018 um 19.00 Uhr

Der Sport, ein expliziter Vorzeigebereich des SED- Staates, war erheblich vom Phänomen der „Republikflucht“ betroffen. Hunderte von Top-Athleten wandten sich von der DDR ab und suchten ihr Heil im ideologisch verfemten Westen. Die Hoffnungsträger des sozialistischen Systems wurden in der Sicht der DDR-Führung zu seinen „Verrätern“.

Die Hürdensprinterin Karin Richert verließ im Sommer 1958 gemeinsam mit ihrem Trainer und späteren Ehemann Karl-Heinz Balzer die DDR. Sportlich und privat suchte das Paar einen Neuanfang in der Bundesrepublik. Doch die DDR-Sportführung wollte den „Verrat“ nicht dulden. Mit massiven Drohungen gegen Karins Geschwister wurden beide zur Rückkehr genötigt und von der Propaganda als reuige Sünder präsentiert.

Begrüßung:
Frank Riedel (Leiter des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg)

Im Gespräch:
Karin Balzer (Olympiasiegerin 1964 über 80m Hürden)
Dr. Maria Nooke (Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur – LAkD)

Vom Westen in den Osten. Vier Übersiedlergeschichten

3. Oktober 2018 - 15 Uhr  
Dokumentarfilm (2016, 45 Min.) von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister

Die Gründe, sich als Westdeutsche für ein Leben in der DDR zu entscheiden, waren durchaus unterschiedlich. Maik Hamburger, der Sohn der sowjetischen Spionin und Schriftstellerin Ruth Werner, kam Anfang der 50er Jahre als „Westemigrant“ nach Ost-Berlin. Pierre Boom, der Sohn des Stasi-Agentenehepaars Guillaume, lebte nach der Verhaftung seiner Eltern 10 Jahre in der DDR. Silke Maier-Witt gehörte in den 70er Jahren zu den RAF-Terroristen in der Bundesrepublik.

Sie tauchte in der DDR unter und lebte bis zu ihrer Enttarnung im Juni 1990 unter falscher Identität. Frauke Naumann wollte nach ihrer Lehre in Göttingen ihre große Liebe in Güstrow heiraten. Ihr anschließendes Leben in der DDR blieb nicht ohne Konflikte und Demütigungen, dennoch ist sie geblieben.

Hans Sparschuh und Rainer Burmeister (Heimatfilm GbR) erzählen vier spannende Übersiedlergeschichten vom Westen in die DDR.

Begrüßung:
Frank Riedel (Leiter des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg)

Einführung:
Dr. Michael Schäbitz (Kurator der Ausstellung „Wechselseitig. Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989“, exhibeo e.V.)